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Leise Diebe

02.10.2008

Pumpen sind Mechanik. Im Vergleich zu Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterelektronischen Geräten im Stand-By-Zustand verbrauchen Umwälzpumpen sehr viel mehr Energie. Für viele allerdings im Verborgenen.

Unterrichtsfrage im Kurs für Heizungsinstallateure:

Drei gleiche Gebäude in einer Straße werden je mit einer Holzpelletsheizung, einer Wärmepumpe und einem Gaskessel beheizt. Es kommt zum Stromausfall. Welches Gebäude kühlt zuerst aus?  Na worauf tippen Sie? Richtig alle Gebäude gleichzeitig, da in allen Gebäuden die Umwälzpumpe still steht und das Heizwasser nicht mehr zu den Heizkörpern gelangen kann.

Was viele von uns nicht wissen ist, dass es sich bei der Umwälzpumpe um einen richtigen Worcoholic handelt, der rund um die Uhr arbeitet, wenn es schlecht für ihn läuft das ganze Jahr über also 8.760 Stunden. Kaum verwunderlich, dass die Umwälzpumpe, die pausenlos auf Hochtouren läuft, um das erwärmte Wasser zu den Heizkörpern oder zur Fußbodenheizung zu transportieren, einen spürbaren Anteil an den Energiekosten im Haus hat.

Falls das warme Brauchwasser in einer Ringleitung verteilt wird, läuft eine weitere Pumpe als Warmwasserzirkulationspumpe – zusätzlich auch im Sommer. Die Zirkulation führt zu Wärmeverlusten über die Ringleitungen aber eben auch zu höheren Stromverbräuchen im Haushalt.  Je größer und älter diese Pumpen sind, desto mehr Energie verbrauchen sie.

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Stille Diebe

Der Energieverbrauch dieser Pumpen wird oft unterschätzt; läuft doch dieses Gerät unbeobachtet abseits des normalen Alltags.
Nach Schätzungen verbrauchen die etwa 30 Millionen Umwälzpumpen deutscher Haushalte etwa 15,6 Milliarden Kilowattstunden im Jahr. Das ist so viel wie der gesamte Bahnverkehr einschließlich U- und S-Bahnen. Eine schlecht eingestellte oder überdimensionierte Pumpe kann damit nahezu 20% und mehr der gesamten Stromkosten des Haushalts ausmachen.

Eine vergleichsweise kleine Investition führt zu großen Einsparungen

Die ungeregelte Heizungspumpe verursacht im Mittel etwa 95,- €  bei einem Stromverbrauch von rund 520 kWh, die  Brauchwasserpumpe etwa 100 € Kosten pro Jahr. Da Brauchwasser auch im Sommer außerhalb der Heizperiode benötigt wird, sind die Laufzeiten länger. Mit der Zeitschaltuhr haben Sie zudem eine zusätzliche Spartechnik.
Die alte Pumpe lässt sich relativ einfach tauschen. Eine geregelte Pumpe der Effizienzklasse A verbraucht etwa 275 kWh (ca. 49 €) und eine hocheffiziente Pumpe der Effizienzklasse A+ nur noch etwa 92 kWh pro Jahr (etwa 16 €). Das alte Gerät hat etwa 100 € Stromkosten im Jahr verursacht, die hocheffiziente Pumpe nur noch ca. 16 €.

Beim Brauchwasser geht noch mehr

Die - hocheffiziente – Brauchwasserpumpe kann man obendrein mit einer Zeitschaltuhr verbinden. Nachts oder tags wenn alle Bewohner in Schule, Kindergarten oder auf Arbeit sind, wird kein Brauchwasser gezapft. Mann kann den Betrieb der Pumpe also auf die tatsächlichen Nutzungszeiten beschränken.

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Kosten

Über die Heizungspumpe sind im Mittel der Haushalte ca. 84 € zu erzielen und mit der Brauchwasserpumpe etwa 100 € pro Jahr. Da Brauchwasser auch im Sommer außerhalb der Heizperiode benötigt wird, sind die Laufzeiten länger. Mit der Zeitschaltuhr haben sie zudem eine zusätzliche Spartechnik.

CO2-Bilanz

Gegnüber der alten ungeregelten Pumpe spart eine Hocheffizienzpumpe pro Jahr 82 % an CO2-Emissionen ein. Das Schönste zum Schluss: Diese Einsparung hat keine Komforteinbußen zur Folge und sie erfordert keine Verhaltensänderung oder Umgewöhnung. Alles geht automatisch. Die Erstinvestition ist nach spätestens zwei Jahren „verdient“. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterBafa fördert bei Erneuerung der Heizung den Einbau von energiesparenden Pumpen.

Der Autor

Dipl. Ing. Matthias Unnath ist Energieberater der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e. V. und Geschäftsführer der Energieagentur-Rhein-Taunus mit Sitz in Mainz und Heidenrod.

Telefon: 06131-906 08 66

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