Heizen
Obwohl Deutschland meteorologisch gesehen zu einer warm gemäßigten Zone gehört, muss der normal empfindende Mensch hier zu Lande heizen. Je nach Wetter deutlich länger als ein halbes Jahr.
Die Heizung ist nicht erst seit den jüngsten Preissteigerungen für Energie ein großer Etatposten: Etwa drei Viertel des gesamten Energieverbrauches eines Durchschnittshaushalts entfallen auf das Heizen. Entsprechend verlockend ist es, hier den Rotstift, bzw. die Sparstrategie anzusetzen.
Investieren
Die wichtigsten Ansatzpunkte für das Sparen von Heizenergie sind zweifellos Maßnahmen zur Vermeidung von Energieverlust. Zum Beispiel durch Dämmung von Außenwänden, Dächern, Kellerdecken und Rohrleitungen, und Einsatz von moderner Heiztechnik, also effiziente Wärmeproduktion. Hierzu werden wir im Rahmen dieses Newsletters in späteren Ausgaben Rechenbeispiele liefern, da es dabei um Investitionen geht und die Frage, ab wann sich etwa eine neue Heizung oder Isolierung rechnet.
Wir gehen hier von einem Durchschnittshaushalt aus und schauen, was man nur durch Verhalten und ohne teure Investitionen erreichen kann.
Heizen in Zahlen
Ein Durchschnittshaushalt mit 4 Personen und 150 m² Wohnfläche verbraucht jährlich etwa 25.000 Kilowattstunden (kWh) Heizenergie. Die kWh Heizöl kostet in etwa genauso viel wie die gleiche Energiemenge aus Gas; aktuell je nach Region zwischen 7 und 9 Cent. Sie ist damit etwas teurer als Pellets, deren Preis laut C.A.R.M.E.N. etwa bei 3,8 Cent/kWh liegt. Wenn wir von einem Mittelwert von 8 Cent/Kilowattstunde Heizenergie ausgeben, dann zahlt unser Beispielhaushalt im Jahr etwa 2.000 € nur für’s Heizen.
Der Wärmebedarf ist relativ
Daher können wir am ehesten durch weniger Heizen Geld sparen. Man kann pro Grad von einer Ab- oder Zunahme des Energiebedarfs um 6% ausgehen. Würde man nun tagsüber die Raumtemperatur um 2 Grad Celsius absenken, könnte man ca. 12% der jährlichen Heizenergie einsparen. Das entspräche bei derzeitigen Energiepreisen etwa 240 Euro pro Jahr. Auch eine Nachtabsenkung von 3°C bis 4 °C bringt uns weitere Einsparungen. Wegen der Preisentwicklung mit steigender Tendenz, wie es aussieht. Die Nachtabsenkung brauchen wir zusätzlich, weil man tagsüber nicht überall die Temperatur so weit senken kann. 18 Grad sind in Räumen mit sitzender Tätigkeit, etwa Arbeitszimmer oder Kinderzimmer für Schularbeiten, zu kühl.
Wichtig: Ökonomisch lüften.
Viel Energie geht auch durch falsches Lüften verloren: Am günstigsten ist Stoßlüften zum Luftaustausch und ansonsten Türen und Fenster geschlossen halten und zugige Fugen abdichten.
Die nächste Folge beschäftigt sich mit den „stillen Dieben“. Wussten Sie, dass in fast jedem Haushalt Maschinen rund um die Uhr laufen, von denen Sie gar nichts ahnen?
Der Autor
Weblinks
Centrales Agrar-Rohstoff-Marketing- und Entwicklungs-Netzwerk e.V.


